Burnout - was ist das?



Der Akku ist leer. Der Mensch ist ausgebrannt.
Fast jeder kennt jemanden, den es getroffen hat. Es sind also die ganz normalen Menschen jeden Alters, Geschlechts und jeder Gesellschaftsschicht betroffen von dieser psychischen Erkrankung, die einst als Managerkrankheit schlimme Bekanntheit erlangte. Einige ahnen, dass es so nicht weitergehen kann. Andere motivieren sich auf verschiedene Weise und reißen sich – solange es irgendwie geht - zusammen.

„Zusammenreißen“ - bildlich betrachtet ein äußerst sinnloses Unterfangen. Sie brennen weiter, bis es dann doch nicht mehr geht…

Folgen können sein u.a. Antriebslosigkeit, Schlafmangel, „Kopfkino“, Lustlosigkeit, mangelhaftes Selbstwertgefühl, Hilflosigkeit, Konzentrationsstörungen, starke Verspanntheit, Rückenschmerzen, tiefes Gefühl der Leere, Überforderung, (abstrakte oder konkrete) Suizidgedanken. Nur raus aus diesem Zustand!

Diese und viele weitere Symptome bestimmen den Alltag, der eigentlich keiner mehr ist. Häufig wird gefragt:
Warum ich? Was ist in meinem Leben passiert? Was habe ich falsch gemacht?

Medizinisch ist es so, als wäre diese Krankheit gar keine. Denn die Diagnose „Burnout“ wird als depressive Episode gewertet und den Depressionen zugerechnet. Man wird krank geschrieben, beginnt eine Therapie, geht in eine Klinik, macht eine Reha. Leider dauert die „Gesundung“ sehr lange – bisweilen fragen wir uns, ob wir überhaupt je wieder „gesund“ sein werden. Dieses Krankheitsbild lässt sich nicht mit z.B. einem gebrochenen Bein vergleichen. Und um den eigenen Lebensstatus nicht zu gefährden, wird die Erkrankung häufig verheimlicht. Dadurch sind und fühlen sich viele Betroffene allein.




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